Sektionsstand vor dem Vereinsheim | © Ulrike Impelmann

Es ist geschafft: die Sektion feierte ihr 125 jähriges Bestehen

großes Aufgebot am Samstag, 10. Oktober

11.10.2026

Bei zum Glück schönem Wetter strömten die Menschen zu uns in die Hallen und zum Vereinsheim, um zu schauen, was die Sektion zu bieten hat.

Hier könnt ihr den gesamten Ablauf der Veranstaltung lesen und in den Bildern "stöbern".

Unsere Sektion feierte das 125ste Bestehen im Ambiente des Hallenkomplexes Landschaftspark Duisburg und im Bereich der Nordparkhütte. Es sollte eine Veranstaltung vor allem für Familien mit Kindern sein – das ist auch gelungen, denn bei überwiegend schönem Wetter strömten die Menschen herbei.

Im lang gestreckten Maschinenhallenfoyer präsentierten sich zahlreiche Gruppen, um dem Publikum zu zeigen, was man in der Sektion so alles unternehmen kann. Direkte Gespräch klärten auf, wie vielseitig unsere Sektionsarbeit sich darstellt und welchen Umfang diese mittlerweile angenommen hat. 
Von den 9700 Mitgliedern bilden die Benutzer des Klettergartens den größten Anteil – die Jugend ist mit 1600 Mitgliedern vertreten. Gerade die Jugendarbeit ist für einen Verein extrem wichtig, da sie den Nachwuchs und sozusagen den Kitt für die Zukunft bilden. 

Am Stand der Kletterminis konnten sich die Kleinen gut beschäftigen; im Außenbereich wurden die Spielsachen des Spielmobils getestet und der große Kletterturm innerhalb einer Hüpfburg fand reges Interesse. Zudem wurde an einer Boulderwand das klettertechnische Geschick getestet.

Den ganzen Tag über fertigte der bekannte Klettercomiczeichner Eberhard Köpf, genannt „Erbse“, auf Wunsch kostenlos Portraitzeichnungen von Einzelpersonen oder gleich ganzen Familienbanden an. „Erbse“ hatte alle Hände voll zu tun; den Festabend bereicherte er darüber hinaus mit seiner Moderation und Musikeinlagen.

Am Stand der Alpinen Wandergruppe wurden Videobeiträge aus der Hohen Tatra gezeigt. Dreimal wanderte man mit Interessierten durch den Landschaftspark. Zahlreiche Gespräche klärten über die Aktivitäten dieser großen Gruppe auf.

Eine Nische weiter zeigte der Naturschutzreferent anschaulich die Problemfelder in den Bergen auf – und bot natürlich auch gleich Lösungen an, die jeder leicht umsetzen kann.

Die Mountainbiker präsentierten sich mit Bikes und Videobeiträgen, während bei der Hochtourengruppe Seil, Steigeisen und Pickel zum Einsatz kamen – allerdings leider nur im Film… 

Die Klettergruppe und 4All betreuten zusammen einen großen Stand. Man präsentierte und erklärte das fürs Klettern benötigte Material im Vergleich von früher zu heute. 4All steht in unserem Verein für gelebte Inklusion in der Sektion – das konnte man auf zahlreichen Bildern sehen. 
Vor ein paar Tagen gab es Interview der Stadt Duisburg. Zitat von Frank: „Das Klettern hat mich als Mensch verändert. Ich bin viel offener geworden und habe gelernt, mir selbst zu sagen: Ich kann was! Auch wenn die Gesellschaft mich als Behinderten schnell stigmatisiert.“
Den ganzen Artikel kann man hier nachlesen: https://www.duisburg.de/allgemein/fachbereiche/stadt.stimmen.storys/125-Jahre-Deutscher-Alpenverein-Sektion-Duisburg

Im Foyer präsentierte der Kletterladen NRW zahlreiche Wanderschuhe, die natürlich auch gekauft werden konnten. Etwas versteckt, hinter einer historischen Gondel, konnte man sich mit Hilfe einer Fotobox ablichten lassen und das fertige Bild mitnehmen.

Mit Sandra Berghöfer, einer examinierten Sportwissenschaftlerin und Biologin, gewannen wir eine Referentin zu einem sehr speziellen Thema:  Hyoxie- und Höhentrainingssteuerung, Höhenvorbereitung und Gesundheitsmanagement. Um 14 Uhr referierte sie vor einem interessierten Publikum.

Der Kompressorenraum bot genügend Platz, sich hinzusetzen, zu essen, zu trinken und vor allem Gespräche zu führen. Ab und zu konnte man sehen, dass sich hier Leute trafen, die sich von früher noch kannten – welch eine Freude.

Was wäre die Sektion ohne unsere Kletterer? Im Bereich der Nordparkhütte konnte man klettern, den Klettersteig ausprobieren oder die Sturzanlage testen. Noch spektakulärer ging es zu, wenn die Augen einem Kletterer folgten, der sich gerade unter dem „Dach“ elegant bewegte, um den Umlenkhaken zu erreichen und damit den Endpunkt seiner Tour.

Sechs Stunden lang standen alle Helfer bereit, um Auskünfte zu erteilen oder etwas vorzuführen. Am Nachmittag stieg die Spannung, wie wohl die Abendveranstaltung gelingen würde. Sind die Gastredner pünktlich da, klappt die Technik einwandfrei und können die Referenten ihre Vorträge halten? 

Die Abendveranstaltung begann: Erbse“ seilte sich im Scheinwerferlicht ab und gab kurz darauf das Wort an unsere 1. Vorsitzende Janine Brewko weiter. Ich möchte nicht im Detail auf den Inhalt des Gesagten eingehen. Es folgten die Grußworte des Oberbürgermeisters Sören Link, Grußworte des Bezirksbürgermeisters und Grußworte von Roland Stierle, dem Präsidenten des Deutschen Alpenvereins. Im Anschluss überreichte er das aktuelle Kartenset des DAV in zwei kleinen Boxen. Diese wandern später in die Vereinsbibliothek.

Roland Stierle verließ die Bühne, um Sekunden später wieder oben zu stehen. Er war an der Reihe, seinen Vortrag mit dem Thema „Berge in Bewegung“ zu halten. Das anspruchsvolle Thema beschäftigt sich mit den Folgen des Klimawandels für den Bergsport, die Infrastruktur (Hütten, Wege) und den Verband. Anschaulich wurde die Thematik in Form von Bildern und Hintergrundinformationen aufgezeigt. So manchem Festgast wurde bewusst, wie der Klimawandel den Bergsport mit der gesamten Infrastruktur verändert hat und weiter verändern wird. Es ist sehr deutlich geworden, dass unsere „heile Bergwelt“ längst Geschichte ist und welche Chancen sich uns gleichwohl bieten, Natur und Freiheit zu genießen. So manch einer im Publikum hätte sich für die 125-Jahrfeier lieber ein anderes Thema gewünscht… Janine Brewko betonte anschließend: "Der Klimaschutz nimmt in unserer Sektion einen hohen Stellenwert ein."

In der 45minütigen Pause gab es Gelegenheit, für das leibliche Wohl zu sorgen und sich angeregt zu unterhalten. Es waren zahlreiche Einladungen verschickt worden – auch nach Süddeutschland und Kärnten, was dazu führte, dass sich Menschen fanden, die früher mal miteinander „zu tun“ hatten.

Nach der Pause nahmen ein paar Menschen auf gemütlichen Sesseln Platz. Es folgte eine Talkrunde mit Frank Jebavy, Geschäftsbereichsleiter des Landschaftsparks, Horst Neuendorf, Mitinitiator und Gestalter des Klettergartens und Janine Brewko,1. Vorsitzende der Sektion. Die Moderation wurde durch Ernst Vogel geleitet.

Den Abschluss des Programmes bildete Peter Brunnert mit humoristischen Beiträgen zum Leben eines echten Bergsteigers - Geschichten, die nicht nur zum Schmunzeln anregten, sondern auch nachdenklich stimmen konnten. Passende Bilder versetzten den Zuschauer in die Lage, das Gesagte anschaulich nachzuvollziehen. Wie Peter Brunnert mitteilte, sind alle Stories tatsächlich passiert.

Gegen 1 Uhr wurden die Räumlichkeiten abgeschlossen.
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Das125Jubi-Team mit Birgit Barner, Sabine S. Bollmann und Andreas G. Theis, Ernst Vogel und Uwe Impelmann sowie Volker Schreiber und Vincent Nelius bedankt sich ganz herzlich bei allen engagierten Mitgliedern der Geschäftsstelle, der Redaktion, des Beirats und der Gruppen sowie bei Kalli Annen und Host Neuendorf. Nur durch euren unermüdlichen Einsatz konnten wir einen besonderen Festtag gestalten, der von den Besucherinnen und Besuchern, von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen angenommen und mit Leben gefüllt wurde. Das ist euer Verdienst – herzlichen Dank dafür!
Dass manches noch besser hätte organisiert oder abgestimmt werden können, können wir gut nachvollziehen. Dank eures großen Engagements, des Einsatzes jeder und jedes Einzelnen sowie einer gehörigen Portion Improvisationsvermögen, insbesondere zu Beginn des Tages, ist es uns dennoch gelungen, die Herausforderungen gemeinsam zu meistern. Im wahrsten Sinne des Wortes haben wir gemeinsam etwas Außergewöhnliches geleistet – stets mit dem Ziel, unsere Sektion würdevoll, vielfältig und lebendig zu repräsentieren. Das ist uns in hohem Maße gelungen, und darauf können wir alle mit Recht stolz sein.
Wir als Jubi-Team verabschieden uns nun langsam in den „Ruhestand“ und übergeben den Staffelstab wieder an das Team, das dafür vorgesehen ist – unseren Vorstand.
Es war uns eine große Freude, viele von euch im Rahmen der Vorbereitung und Durchführung noch besser kennen und schätzen zu lernen. Dabei hat sich einmal mehr gezeigt: Das „Wir“ gewinnt.

Herzlichen Dank für alles und herzliche Grüße von Eurem Jubi-Team